„Realpolitik“ nach AfD-Maßstäben

//„Realpolitik“ nach AfD-Maßstäben

„Realpolitik“ nach AfD-Maßstäben

2017-08-17T17:35:51+00:00 17. 08. 2017|AM Blog|
14.08.2017 – von Rainer Rösener im „blick nach rechts“

Die auf „real“ getrimmten Rechtspopulisten haben in der NRW-AfD  momentan ihre wichtigste Bastion. Fürsprache erhalten sie von Frauke Petry und Marcus Pretzell. Ihre Fühler strecken die alternativ-mittigen AfDler jetzt auch nach Potsdam zu Alexander Gauland aus. Lesen Sie den ganzen Artikel HIER.

Kommentar AM: Dieser Artikel ist nicht uninteressant, kann aber von der Überschrift („Realpolitik“ in Anführungsstrichen) bis zum letzten Satz („Nach AfD-Maßstäben „realpolitisch“ zu sein, bedeutet nicht zwingend, dass man auch stets seriös und bürgerlich daherkommen muss.“) über weite Strecken nicht verbergen, aus welcher Feder er stammt. Weder vom Autor noch von der Plattform „blick nach rechts“ kann man wohl eine unvoreingenommene Berichterstattung über eine konservative Partei erwarten. Wir haben es hier mit Linken zu tun. Dafür hat der Beitrag, neben den unvermeidlichen Seitenhieben, immerhin noch einen brauchbaren Informationswert.

Aus meiner Sicht ist es schade, dass die AfD anstellen kann was sie will. Es mögen sich noch so viele Mitglieder, die sich in der bürgerlichen Mitte sehen und mit ultrarechten oder gar rechtsextremen Entgleisungen vermutlich genauso wenig zu tun haben wollen wie der Autor dieses Beitrages, zusammenschließen und Flagge zeigen. Die AfD soll in der medialen Wahrnehmung in der ganz rechten Ecke gehalten werden. Anders kann das ja gar nicht sein. Das klingt hier durch. Aber man muss es verstehen. Die AfD ist für Plattformen wie „blick nach rechts“ ein Teil ihrer Existenzberechtigung. Was wären Rechtsextremismusforscher und Journalisten, die die rechtsextreme Szene beobachten ohne Rechtsextreme? Das geht ja nicht. Nun ist es zwar nicht so, dass nun gar niemand mehr übrig bliebe, den es zu beobachten lohnt, wenn man zulassen würde, dass sich die AfD in der medialen Wahrnehmung aus der ulrarechten Ecke herausbewegt. Aber es wäre schon etwa so, als würde man auf den aktuellen Lieblings-Gegner, der für Auflagen bzw. öffentliches Interesse sorgt, verzichten. Da können wir wohl noch lange warten. Und gerade jetzt muss man dafür besonderes Verständnis aufbringen. Wir haben Wahlkampf. (Jens Wilharm)