AfD Niedersachsen: Hampel-Anhänger erklären Alternative Mitte zum Feindbild

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AfD Niedersachsen: Hampel-Anhänger erklären Alternative Mitte zum Feindbild

2018-03-26T08:01:01+00:00 26. 03. 2018|AM Blog|

Niedersachsen. In 2 Wochen wird die AfD Niedersachsen einen neuen Landesvorstand gewählt haben. Die Alternative Mitte hat sich bislang aus dem parteiinternen Streit um diese Wahl herausgehalten und sie hätte das auch weiterhin getan.

Obwohl es Anlass genug gäbe. Etwa auf Kandidaten hinzuweisen, die zum äußerst rechten Rand der Partei gehören und sich besonders in den Kreisvorständen finden, die nach wie vor den abgesetzten Landesvorsitzenden Paul Hampel unterstützen. Etwa auf Kandidaten hinzuweisen, die vielleicht schon einmal etwas von Satzungen und einem Parteiengesetz gehört haben, aber sich beharrlich darüber hinwegsetzen. Etwa auf Kreisvorstände hinzuweisen, die ihren KV nach Gutsherrenart führen, ganz nach dem Vorbild des von ihnen unterstützten Hampel.

So kurz vor der Wahl liegen die Nerven blank. Lügen und Intrigen werden gesponnen, aufgewärmt und verbreitet.  Man muss das alles schon als Normalzustand betrachten. Es wäre den Kommentar nicht wert. Wenn nicht der Vorstand des Kreisverbandes Nienburg-Schaumburg die Alternative Mitte für eine dreiste Wahlkampf-Lüge missbrauchen würde. So heißt es in einem Mitglieder-Rundschreiben, in dem zu einem Stammtisch am 29.03.2018 eingeladen wird, wörtlich: „Letztlich entscheiden wir Mitglieder nicht nur über den neuen Landesvorstand, sondern vor allem darüber, ob die „Alternative Mitte“ innerhalb der Partei an Einfluss hinzugewinnt oder nicht. Welche Konsequenzen dieses nach sich zöge, möchten wir gern mit Ihnen erörtern.“

Die AM Niedersachsen nimmt dazu wie folgt Stellung und fordert den Kreisverband Nienburg-Schaumburg auf, seine Mitglieder entsprechend korrekt zu informieren:

Die Alternative Mitte hat sich bis zum Tage der Veröffentlichung des o.g. Mitglieder-Rundschreibens aus den parteiinternen Differenzen um den Landesvorstand herausgehalten. Es kandidiert kein Sprecher der Alternativen Mitte für den Landesvorstand. Die Spitzenkandidatin für den Landesvorsitz und Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Dana Guth, gehört nicht der Alternativen Mitte an. Weder offiziell noch inoffiziell. Ähnlich lautende Gerüchte, die bereits auf der Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl im August 2017 in Hessisch Oldendorf in die Welt gesetzt wurden, entbehren jeder Grundlage.

Es lässt allerdings tief blicken, wenn das Hampel-Lager innerhalb der AfD-Niedersachsen versucht, eine Nähe zur Alternativen Mitte oder auch eine als Bedrohung empfundene Zunahme des Einflusses der Alternativen Mitte als Waffe im Wahlkampf einzusetzen. Das zeigt, dass es mit dem demokratischen Verständnis dieser Gruppe nicht sehr weit her ist. Ebenso wenig wie mit der politischen Vernunft, die es eigentlich gebieten sollte, mehrere Strömungen in der Partei im Sinne des Wachstums der Partei als positiv zu empfinden. Stattdessen will diese Truppe die Partei auf eine einzige Strömung verengen, die im Westen nicht das Potential hat, Wähler aus der bürgerlichen Mitte hinzuzugewinnen. Die Namen aus den eigenen Reihen, die sich auf einer von der gleichen Truppe unter ihren Anhängern verbreiteten Tabelle mit Wahlempfehlungen finden, sprechen fast ausnahmslos nicht nur für einen Rechtsruck der AfD Niedersachsen, sondern auch für die Renaissance eines Vorstands, der den Landesverband entzweit hat und  zu einer an demokratischen Grundsätzen und moralischen Werten orientierten Arbeitsweise nur unzureichend befähigt ist.

Niemand muss Sorge haben, dass die Partei in Niedersachsen irgendwohin rücken werde, wenn nicht die Hampel-Truppe gewählt wird. Das sind Märchen und vielleicht der letzte Versuch. Es kann nur besser werden. Das wird es nicht mit denen, die gezeigt haben, dass sie es nicht können. (jw)